Neue OZ: 20 000 Euro für die Spieltriebe
Dienstag, den 20. September 2011 um 11:03 Uhr
Scheckübergabe: Axel Zumstrull, Annette Pullen, Dr. Hans-Peter Hamm und Ralf Waldschmidt vor der Gertrudenkirche. Foto: Thomas OsterfeldTheaterverein unterstützt das Festival – Intendant: Aus dem normalen Etat nicht zu finanzieren
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OSNABRÜCK. Es ist ein gern gesehener Willkommensgruß für den neuen Intendanten Dr. Ralf Waldschmidt: Der Theaterverein Osnabrück unterstützt das Festival Spieltriebe 4 mit einer Spende von 20 000 Euro. Das Geld kommt aus dem Erlös der Aktion „Theaterstuhl“.
Zwei Gründe hat der Verein, das Festival zu unterstützen. Zum einen wolle er Waldschmidt mit dem Geld willkommen heißen, erklärt der Vorsitzende Axel Zumstrull. „Wir wollen zeigen: Unser Engagement geht weiter.“ Zudem sei der Theaterverein „dankbar“, dass Waldschmidt die erfolgreichen Spieltriebe „beibehält und weiterentwickelt“ und „Bewährtes nicht aufgibt, vernichtet oder ignoriert“. Seit 2009 gibt es die Aktion „Theaterstuhl“ des Vereins. Seitdem können Einzelpersonen oder Gruppen einen der rot gepolsterten Sitzplätze im Theater am Domhof „kaufen“ und ein Namensschildchen auf der Rückenlehne montieren lassen. Fast ein Drittel der 600 Plätze im Theater hat so einen neuen Besitzer gefunden. Die Aktion gehe so lange weiter, bis alle Stühle „verkauft“ seien, betont Axel Zumstrull.
Den Scheck für das Festival überreichten der Vereinsvorsitzende und sein Stellvertreter Dr. Hans-Peter Hamm vor der Gertrudenkirche an Ralf Waldschmidt und die leitende Schauspielregisseurin Annette Pullen. Der Ort war kein Zufall. Schließlich wird in der Kirche eine Produktion der Spieltriebe gezeigt.
Intendant Waldschmidt freut sich über die Spende. Denn ohne die finanzielle Unterstützung von Firmen, Einzelpersonen und Vereinen sei das Festival „gar nicht zu machen“. Schließlich sind neben den Ensemblemitgliedern 60 Gastkünstler an den 14 Produktionen beteiligt. Aus dem Theateretat sei das nicht zu finanzieren, so
Waldschmidt. Denn der werde für die Grundversorgung gebraucht. Dabei seien gerade die Zusatzaktionen des Theaters „das Salz in der Suppe“.